5. Oberschule  -  Stadtweg 6
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Es ist nun schon weit mehr als ein halbes Jahrhundert her. Den Schulweg zierten teilweise noch Gaslaternen, die jeden Tag einzeln gezündet und gelöscht werden mußten. Am Eingang des zugegeben recht kleinen Schulgebäudes wurde man nicht selten morgens vom Hausmeister per Handschlag persönlich begrüßt. Unterrichtet wurden hier nur die Klassenstufen 1 bis 8. Danach erfolgte die Aufteilung der verbliebenen Schüler an umliegende Schulen. Im Haus gab es knarrende Holztreppen und für die Beleuchtung der Klassenräume sorgten - die Älteren werden sich noch gern an diese Zeit erinnern - die guten alten Glühlampen. Zwar war die ungastlich wirkende Leuchtstoffröhre schon längst erfunden, hatte aber glücklicherweise zur besagten Zeit in diese Mauern noch keinen Einzug gehalten. Die Klassenräume wurden damals mit Kachelöfen beheizt, deren gemütliche Wärme wahrscheinlich auch noch jüngeren Zeitgenossen in angenehmer Erinnerung geblieben ist. Da konnte es schon mal vorkommen, daß die nachträgliche Beschickung dieser Wärmespender vom Hausmeister während einer Unterrichtsstunde erfolgte. So war selbst bei den langweiligsten Themen vorübergehend für Unterhaltung gesorgt. Und wenn das gesamte Brennmaterial aus dem Keller der Schule aufgebraucht war (so erlebt im ersten Schuljahr), dann mußte der Unterricht eben kurzerhand in die bereits zentralbeheizte Nachbarschule verlegt werden.

Schulhaus

Die Baracke


Ergänzt wurde das Schulgebäude durch die sogenannte Baracke, die aber im offiziellen Sprachgebrauch nicht so bezeichnet werden sollte. Wie auf dem Foto deutlich zu erkennen ist, besaß sie aber immerhin Blumenkästen. In ihrem Inneren war der Werkraum für die Klassenstufen 1 bis 6 untergebracht.

Werkraum (Baracke)

Zwar existiert die Baracke schon seit vielen Jahren nicht mehr, aber das Äußere des Schulgebäudes hat sich bis heute (2018) kaum verändert.


Fotosammlung



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Querformat empfohlen !

Querformat empfohlen !

Leider wurde zur damaligen Zeit längst nicht so viel fotografiert wie heute. Deshalb sind in den Alben nur wenige Bilder zu sehen. Ein besonderer Dank gilt deshalb den Besuchern, die freundlicherweise ihr Bildmaterial zur Verfügung gestellt haben.